Schriftgröße:
normale Schrift einschalten große Schrift einschalten sehr große Schrift einschalten

Kirchwahlingen

Die Kirchwahlinger Kirche

 

Von den beiden Dörfern Kirch- und Altenwahlingen ist Kirchwahlingen das kleinere, aber auch ältere Dorf.

Urkundlich wird die Kirchwahlinger Kirche, die um 985 gegründet wurde, zum ersten mal 1265 erwähnt. Ihr Bau ist ‚Graf Walo'  zu verdanken - und es gibt sogar eine Geschichte, die sich um die Errichtung rankt. Der Graf, der es liebte in einem Wagen durch Bruch und Moor zu fahren, hatte sich wieder einmal festgefahren, schwebte sogar in Todesgefahr und leistete in dieser Notlage ein Gelübde, dank dessen die Kirche ‚Zum Heiligen Kreuz’ entstand.

Mitten im Überschwemmungsgebiet gelegen lud das tiefgelegene Land nicht zum Siedeln ein, die kleinen Warften, auf denen heute die Häuser liegen, entstanden erst später. “Das Land wurde erst in späteren Zeiten hochgebracht“ heißt es in einer Chronik von Pastor Ernst Bertram, erschienen 1901 zur Geschichte der Kirchengemeinde Kirchwahlingen. Zunächst zogen es die Leute vor, sich am nördlichen Rand der Marsch, in einer Entfernung von eineinhalb Kilometern niederzulassen - das könnten die Anfänge von Altenwahlingen gewesen sein.

Die Heide-, Bruch- und Moorflächen wurden wohl nur allmählich landwirtschaftlich genutzt.

 

Heute ist das direkt an der Aller gelegene Kirchwahlingen komplett, weiträumig eingedeicht um die Häuser vor den jährlichen Winterhochwassern zu schützen. Es kommt immer wieder mal vor, dass der Ort nicht zu erreichen ist, wenn die beiden Zufahrtsstraßen vom Hochwasser überflutet sind.

 

Von den landwirtschaftlichen Betrieben finden sich heute nur noch zwei, die ihren Broterwerb in der Landwirtschaft sehen. In der Landwirtschaft hat sich sehr viel verändert.  In den vergangenen Jahren haben sich Alten –und Kirchwahlingen vor allem als Zentrum des Spargelanbaus einen Namen gemacht. In jüngster Zeit (damit meinen wir die letzten 100 Jahre) hat es eine große Veränderung gegeben, als durch eine Gebietsreform die ständigen Bewohner des Campingplatzes an der Rethemer Fähre zu Bürgern Kirchwahlingens erklärt wurden und sich somit die Bevölkerung schlagartig verdreifachte.

In Kirchwahlingen leben heute auf einer Fläche von ca. 2196 Quadratmetern rund 160 Einwohner.

 

Das gesellige Leben ruht vor allem auf den Säulen, der Freiwilligen Feuerwehr und dem Schützenverein, die für beide Ortschaften (Alten- und Kirchwahlingen) da sind. Der Schützenverein organisiert Schützen –und Erntefeste, veranstaltet im Mai einen Flohmarkt und führt Tages- und auch längere Busfahrten durch.

Die Feuerwehr kümmert sich neben ihrer eigentlichen brandschutztechnischen Aufgabe zu der die Teilnahme an Wettkämpfen und regelmäßige Übungsdienste gehören auch um gemeinnützliche Themen im Dorf, z.B. beteiligt sie sich an der Durchführung von Dorfgemeinschaftsfesten und trägt durch vielfältige weitere Dienste zum Erhalt der Dorfgemeinschaft bei.

 

Touristisch läd die Alten- und Kirchwahlinger Gemarkung  zu ausgedehnten Spaziergängen und Fahrradtouren durch die mit Hecken gesäumte Marsch oder auch durch die Waldgebiete nördlich von Altenwahlingen ein.

Ferien auf dem Bauernhof, Kutschfahrten, Reiten und Bademöglichkeiten im Fährsee machen Ferien, vor allem mit Kindern interessant.

 

Von Kirchwahlingen aus kann man Ausflüge zu vielen Attraktionen in der näheren Umgebung unternehmen.    Der „Weltvogelpark Walsrode“ ist nur ca.15 km entfernt, dort ist auch ein sehr interessanter „Kletterwald“ installiert worden, der „Serengetipark“ in Hodenhagen mit Tieren aus aller Herren Länder (12 km), in Verden (20 Km) gibt es den „Magic Park“  und der „Heidepark Soltau“ ist ca. 50 km entfernt.

Als sehenswerte alte Städte mit historischen Stadtkernen bieten sich Verden (ca. 15 km) und Celle (ca. 25 km) für einen Besuch an.